EIC: Accelerator Pilot

Seit 2014 richtet sich das ehemalige “KMU-Instrument”, nun EIC Accelerator Pilot, an innovative und ehrgeizige KMU mit europäischen und globalen Ambitionen. KMU können konkrete Innovationen zur Marktreife und darüber hinaus entwickeln.

Um welche Förderung handelt es sich?

Der EIC Accelerator Pilot richtet sich ausschließlich an kleine und mittlere Unternehmen mit Wachstumspotenzial, einer risikoreichen Idee mit hohem Marktpotenzial und Innovationsgrad sowie europäisch bzw. international ausgerichteter Geschäftstätigkeit. Verfolgt wird dabei ein themenoffener Ansatz. Neben technologischen können auch nicht-technologische Innovationen, wie z. B. soziale Innovationen oder Innovationen im Dienstleistungssektor, unterstützt werden.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden ausschließlich einzelne KMU, die gewinnorientiert agieren (keine gemeinnützigen GmbHs), welche die KMU-Kriterien der Europäischen Union erfüllen und ihren Sitz in den EU-Mitgliedstaaten oder in einem der an Horizont 2020 assoziierten Land haben. Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder größere Unternehmen können das geförderte KMU als Unterauftragnehmer unterstützen.

Das antragstellende Unternehmen muss den Technologiereifegrad TRL 6 (Technologie in relevanter Umgebung getestet) erreicht haben. Das heißt, die Forschung sollte abgeschlossen sein und ein funktionsfähiger Demonstrator vorliegen. Gefördert wird in der Regel die marktnahe Entwicklung ab “Demonstration unter Einsatzbedingungen”.

Was wird gefördert?

Die Förderung unterstützt KMU bis zur Marktreife und darüber hinaus:

  • Umsetzung – vom Konzept zur Marktreife – und im Falle der Beantragung von Beteiligungskapital (Blending) – in den Markt hinein,
  • “Business Acceleration Services” zur Unterstützung der Kommerzialisierung während und im Anschluss an die Projektdurchführung.

Die Förderung sieht eine ein- bis zweijährige Projektlaufzeit vor, in der Innovations- und abschließende Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt werden. Darunter fallen Aktivitäten wie Demonstration, Tests, Erstellung von Prototypen, Pilotmaßnahmen, Scale-up, Miniaturisierung oder Design bis hin zur Marktumsetzung.

Wie viel wird gefördert?

Bei der Förderung gibt es zwei Optionen:

  1. eine rein zuwendungsbasierten Förderung zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro oder
  2. eine aus einer Zuwendung und einer Kapitalfinanzierung bestehende Mischfinanzierung (“blended financing”), auch für weiterführende Marktaktivitäten.
    Eine Mischfinanzierung kann ab dem Stichtag 9. Oktober 2019 beantragt werden. Sie besteht aus einer nicht-rückzahlbaren Zuwendung zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro und aus Beteiligungskapital von bis zu 15 Millionen Euro.

Die Förderquote beträgt 70%.

Erfolgreiche Antragstellende haben die Möglichkeit, Coaching- und Mentoring-Angebote unterstützend (bis zu zwölf Tage) wahrzunehmen.

Die Förderung mit dem PLUS: Business Acceleration Services

Zusätzlich zu den Coaching- und Mentoring-Angeboten können KMU, die eine Förderung erhalten haben, sogenannte Business Acceleration Services in Anspruch nehmen. Hierbei handelt es sich um keine direkte finanzielle Förderung, sondern um Unterstützungsmaßnahmen, die den Produktstart auf europäischen und internationalen Märkten erleichtern sollen. Die Maßnahmen umfassen eine Reihe zusätzlicher Angebote in Form von Schulungen, Kontakten zu Investoren, Vernetzung mit anderen EIC-KMU oder größeren Firmen sowie Programme für die Teilnahme an ausländischen Messen. Auch wird der Zugang zu Finanzinstrumenten der EU (InnovFin) und/oder privaten Investoren erleichtert werden.

Wie wird der Förderantrag eingereicht?

Der Antrag zur Förderung innovativer und ehrgeiziger KMU kann laufend bis zum jeweiligen Stichtag eingereicht werden. Für das Jahr 2020 gibt es folgene Stichtage:

  • 8. Januar 2020
  • 18. März 2020
  • 19. Mai 2020
  • 7. Oktober 2020

Die Anträge sind online einzureichen und können bis zum Stichtag jederzeit überarbeitet werden. Im Anschluss beginnt die zweistufige Begutachtung der Projektanträge. Nach dem Online-Verfahren werden in der zweiten Stufe zusätzlich besonders erfolgversprechende Antragstellende zum Interview nach Brüssel eingeladen. Dort stellen sie ihr Vorhaben einem Experten-Panel vor. Die Anträge der KMU mit den überzeugendsten Interviews werden zur Förderung ausgewählt. Die Wiedereinreichung abgelehnter Anträge ist möglich, sobald der Ablehnungsbescheid bei den Antragstellenden eingegangen ist.

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