Öffentlicher Aufruf zur Einreichung von Bildungsprojekten der Achse III – „Bildung“ zur Steigerung der Kompetenzen der Arbeitskräfte durch berufliche Weiterbildung.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Bildungsprojekte, die darauf abzielen, die berufliche Weiterbildung der Erwerbstätigen zu fördern und zu verbessern, indem Kompetenzen im Hinblick auf die Erfordernisse zu Innovation und Internationalisierung der Unternehmen gestärkt werden.

Folgende Vorhaben werden gefördert und finanziert:

  • Betriebliche Vorhaben, die auf der Grundlage des Weiterbildungsbedarfs eines einzelnen Unternehmens erarbeitet werden und an denen sich ausschließlich das Personal desselben Unternehmens beteiligt. Das Projekt kann nur von einem einzelnen Unternehmen oder von einer einzelnen Weiterbildungskörperschaft eingereicht werden;
  • Überbetriebliche Vorhaben, die auf der Grundlage eines homogenen Weiterbildungsbedarfs der betroffenen Unternehmen erarbeitet werden und an denen sich ausschließlich das Personal dieser Unternehmen beteiligt. Die überbetrieblichen Maßnahmen können einen zwischenbetrieblichen (Unternehmen im Gesellschaftsverbund oder Unternehmenssysteme), sektoriellen (Unternehmen, die in verwandten Betriebszweigen tätig sind) oder gebietsmäßigen (Betriebe welche eine räumliche Nähe zueinander aufweisen) Zusammenhang haben. Der Antragsteller muss eine Weiterbildungskörperschaft oder eine Unternehmensgemeinschaft sein.

Dabei kann das Projekt:

  • die Internationalisierung und/oder die Innovation des Unternehmens  betreffen, sowohl unter dem Gesichtspunkt der Technologie als auch unter jenem der Organisation.
  • die Verbesserung oder Beibehaltung der Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens oder die Qualität der Produktion (oder der Produktionsweise) sowie die Beibehaltung der Beschäftigungsperspektiven zum Ziel haben.
  • darauf abzielen, gegen die Risiken anzukämpfen, dass ein Unternehmen, ein Bereich oder ein territoriales Gebiet an Bedeutung verliert oder ausgegrenzt wird, oder dass die Qualifikationen veraltern.

Jeder Projektantrag muss Maßnahmen vorsehen, durch welche die betroffenen Mitarbeiter*innen neue Kompetenzen erwerben.

Wer wird gefördert?

Folgende Antragsteller können Projektvorschläge einreichen:

  • Unternehmen mit Rechts- und operativen Sitz in Südtirol oder mit Rechtssitz außerhalb Südtirols, welche zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Vereinbarung jedoch mindestens einen operativen Sitz innerhalb Südtirols haben;
  • Weiterbildungseinrichtungen, die im Sinne der Landesbestimmungen zu Akkreditierung (Beschluss der Landesregierung Nr. 301/2016) bereits akkreditiert sind, oder den Akkreditierungsantrag innerhalb der Ablauffrist des gegenständlichen Aufrufs einreichen. Das Akkreditierungsverfahren muss in jedem Fall bis zum Datum des Beginns der Bildungstätigkeiten abgeschlossen sein. Im Sinne des gegenständlichen Aufrufes sind die Interessensverbände den Weiterbildungseinrichtungen gleichgestellt und müssen akkreditieren;
  • TUV/TZV in vertikaler Form, Konsortien, Unternehmensnetzwerk, Unternehmen, die im Sinne von Artikel 2359 ZGB miteinander verbunden sind, sowie EWIV, die gemäß den „Bestimmungen für die Verwaltung und Abrechnung von Bildungsprojekten, die durch den Europäischen Sozialfonds 2014-2020 kofinanziert werden“, Version 2.0 von 2017.

Zielgruppe der Kursfolge

Der vorliegende Aufruf richtet sich an Arbeitnehmer von Kleinst-, Klein-, Mittel- und Großunternehmen, auch in Lohnausgleichskasse, die in einem operativen Sitz/einer Produktionseinheit in Südtirol angestellt sind und folgende Kriterien erfüllen:

  • privatrechtlicher unbefristeter oder befristeter Arbeitsvertrag in Voll- oder Teilzeit;
  • Arbeitnehmer mit Projektvertrag (lt. Titel VII – Abschnitt I des Leg. Dekrets Nr. 276/2003, in geltender Fassung);
  • Arbeitnehmer, welche die Maßnahmen des Solidaritätsvertrags in Anspruch nehmen;
  • Nur im Fall eines Familienunternehmens, wie im Artikel 230-bis des Italienischen Zivilgesetzbuches vorgesehen, die Mitarbeiter oder Assistenten des Unternehmers, die ständig im Unternehmen arbeiten (Ehepartner, Verwandte bis zum dritten Grad, Verschwägerte bis zum  zweiten Grad);
  • Arbeitnehmer/Mitglieder von Genossenschaften (dividendenberechtigtes Mitglied oder nicht dividendenberechtigtes Mitglied);
  • Unternehmenseigentümer;
  • Selbständige Arbeitnehmer, Freiberufler, die ihre Tätigkeit sowohl in selbständiger als auch in assoziierter Form ausüben.

Nicht anspruchsberechtigt sind hingegen Arbeitnehmer, die in Südtirol angestellt wurden, jedoch in operativen Sitzen außerhalb Südtirols tätig sind.

Wieviel wird gefördert?

De-Minimis Projekte werden zu 100% des Gesamtbetrages finanziert und erfordern keine private Co-Finanzierung.

Wo wird die Förderung beantragt?

Der Finanzierungsantrag kann in zwei Tranchen über das Online-Portal coheMON eingereicht werden:

  1. Zeitfenster vom 4. Juni 2020 bis 12. August 2020 (12.00 Uhr)
  2. Zeitfenster vom 13. August 2020 bis 9. Oktober 2020 (12.00 Uhr)

Weitere Informationen

  • Der Beginn der Weiterbildungstätigkeiten muss innerhalb von 45 Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgen.
  • Die Weiterbildungstätigkeiten müssen innerhalb von 365 Tagen nach Beginn derselben abgeschlossen werden.
  • Die Projektdauer der Vorhaben beträgt zwischen 200 und 1000 Stunden.
  • Die Bildungstätigkeiten müssen während der Arbeitszeit durchgeführt werden.
  • Es ist eine Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen pro Vorhaben vorgesehen.