Nationale Förderung für technologische sowie digitale Transformationsprozesse in Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben (KMU) in Italien.

Worum geht es?

Das Ministerium für wirtschaftliche Unterstützung fördert Projekte zur digitalen und technologischen Transformation der Produktionsprozesse in italienischen Unternehmen, welche auf die Umsetzung der im Nationalen Unternehmensplan 4.0 identifizierten Basistechnologien sowie anderer Technologien im Zusammenhang mit digitalen Lösungen für die Lieferkettentechnologie abzielen.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe (KMUs), die:

  • ordnungsgemäß im Register der Handelskammer eingetragen und aktiv sind;
  • überwiegend oder hauptsächlich in den Sektoren Handwerk samt Zulieferbetriebe, Handel oder Tourismus tätig sind;
  • im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr Einnahmen aus Verkäufen und Dienstleistungen in Höhe von mind. 100.000 Euro erzielt haben;
  • mindestens zwei genehmigte Jahresabschlüsse bei der Handelskammer hinterlegt haben;
  • nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind und sich weder in Konkurs befinden, noch in Liquidation, einschließlich freiwilliger Liquidation, Zwangsverwaltung, Vergleich mit Gläubigern oder jede andere Vereinbarung mit Gläubigern sowie andere gleichwertige Situation nach der geltenden Gesetzgebung.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Maßnahmen, welche auf die technologische und digitale Umwandlung der Produktionsprozesse des antragstellenden Unternehmens ausgerichtet sein müssen; dazu gehören:

  • die im Nationalen Unternehmensplan 4.0 festgeschriebenen Technologien (advanced manufacturing solutions, addittive manufacturing, augmented reality, simulation, horizontale und vertikale Integration, industrial internet, cloud, cybersecurity, big data und analytics) und/oder
  • Technologien im Zusammenhang mit digitalen Supply-Chain-Technologie-Lösungen, mit dem Ziel
    1) die Optimierung des Vertriebskettenmanagements und die Verwaltung der Beziehungen mit den verschiedenen Akteuren;
    2) Software;
    3) digitale Plattformen und Anwendungen für die Verwaltung und Koordinierung der Logistik mit hohen Integrationseigenschaften der Dienstleistungsaktivitäten;
    4) andere Technologien, wie z. B. E-Commerce-Systeme, mobile und Internet-Zahlungssysteme, Fintech, elektronischer Datenaustausch-EDI, Geolokalisierung, Technologien zur costumer experience in Geschäften, Systemintegration, die auf Prozessautomatisierung angewendet werden, Blockchain, künstliche Intelligenz, Internet of things.

Die geplanten Projekte müssen Maßnahmen zur Prozess- bzw. Organisationsinnovation oder Investitionen vorsehen.

Mindestinvestition: 50.000 €

Höchstinvestition: 500.000 €

Wie viel wird gefördert?

Gefördert werden 50% der anerkannten Kosten und zwar

  • 10% als direkter Beitrag;
  • 40% als zinsfreies Darlehen.

Das zinsfreie Darlehen muss vom Begünstigten ab dem Datum der Auszahlung der letzten Tranche des Zuschusses in konstanten halbjährlichen Raten zurückgezahlt werden, die am 31. Mai und 30. November eines jeden Jahres über einen Zeitraum von maximal 7 Jahren fällig werden.

Wie wird die Förderung beantragt?

Die Anträge können ab 12.00 Uhr des 15. Dezember 2020 ausschließlich über ein telematisches System eingereicht werden. Für den Zugang zum Online-System müssen die Antragteller*innen im Besitz eines SPID oder einer CNS sein.

Was muss ich sonst noch wissen?

  • Die eingegangenen Anträge werden auf Grundlage der chronologischen Reihenfolge ihrer Einreichung  aufgenommen. Anträge, die am selben Tag eingereicht werden, gelten zu diesem Zweck als zur selben Zeit eingegangen, unabhängig von der Stunde und Minute der Einreichung.
  • Die Vorhaben müssen innerhalb von 18 Monaten ab Genehmigung abgeschlossen sein.