Das Land Südtirol unterstützt die Nahversorgungsbetriebe in Südtirol zur Eröffnung oder Aufrechterhaltung des Betriebes. Die Ansuchen können innerhalb 31.08.2020 eingereicht werden.

Wer wird gefördert?

Zugang zur Förderung haben Handelsbetriebe in Südtirol, die einen Nahversorgungsdienst anbieten. Sie betreiben Detailhandel in ländlichen Gebieten mit einer großen Auswahl an frischen und konservierten Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs und sind in Ortschaften mit mindestens 150 Einwohnern angesiedelt.

Die Nahversorgungsdienste müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um in den Genuss der Förderung zu kommen:

  • durchschnittlicher jährlicher Mehrwertsteuerumsatz in den letzten drei Jahren von maximal 400.000,00 Euro;
  • maximal drei Vollzeitbeschäftigte, einschließlich Inhaber, Lehrlinge und mitarbeitende Familienmitglieder. Bei Letzteren werden Ehepartner und Verwandte des Inhabers bis zum zweiten Grad in gerader Linie nicht berücksichtigt;
  • Verkaufsfläche von maximal 150 m²;
  • tägliche Öffnungszeiten über drei Stunden an sechs Wochentagen.

Was wird gefördert?

Mit den Sondermaßnahmen werden folgende Vorhaben gefördert:

  • Eröffnung eines Nahversorgungsbetriebes, wenn in der Ortschaft nur der beantragende Betrieb und kein Handelsbetrieb mit einem angemessenen Lebensmittelangebot angesiedelt ist;
  • Aufrechterhaltung des Nahversorgungsbetriebes, wenn in der Ortschaft nur der beantragende Betrieb und kein Handelsbetrieb mit einem angemessenen Lebensmittelangebot angesiedelt ist;
  • Aufrechterhaltung von zwei Nahversorgungsbetrieben, wenn beide in derselben Ortschaft mit mindestens 150 Einwohnerinnen und Einwohnern in einem Gebiet angesiedelt sind, das laut Anlage A als strukturell benachteiligt eingestuft ist;
  • Aufrechterhaltung des Nahversorgungsbetriebes, wenn in der Ortschaft mit mindestens 150 Einwohnerinnen und Einwohnern in einem Gebiet, das laut Anlage A als strukturell benachteiligt eingestuft ist, sowohl der beantragende Betrieb als auch ein Handelsbetrieb mit einem angemessenen Lebensmittelangebot angesiedelt sind.

Wie viel wird gefördert?

Für die Eröffnung des einzigen Nahversorgungsbetriebes ist ein einmaliger Beitrag von 15.000 Euro vorgesehen.

Für die Aufrechterhaltung des Nahversorgungsbetriebes ist ein jährlicher Beitrag von 9.000 Euro vorgesehen. Dieser kann bei folgenden Zusatzleistungen auf höchstens 11.000 Euro erhöht werden:

  • Verkauf von Tageszeitungen/Zeitschriften;
  • Lieferservice von Einkäufen frei Haus;
  • Verkauf von Monopolwaren;
  • multimedialer Standort mit Internetverbindung und Fotokopierdienst;
  • Ausübung von mindestens einer der Tätigkeiten wie Verkauf von Südtiroler Produkten mit Qualitätszeichen oder Unterstützung von Postdiensten.

Die Beiträge werden gemäß der „De-minimis Bestimmung“ laut Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 gewährt. Dem Antrag muss die De-minimis Erklärung beigelegt werden.

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag muss mittels des von der Landesverwaltung zur Verfügung gestellten E-Government-Dienstes eingereicht werden. Für den Zugang zum Dienst ist ein SPID (digitale Identität) notwendig. Für die Eröffnung des Nahversorungsbetriebes können die Anträge zum 30.04.2020 und 31.08.2020 eingereicht werden. Für die Aufrechterhaltung des Nahversorgungsbetriebes ist ein einziger Termin vorgesehen, nämlich der 30.04.2020.