Die Südtiroler Landesverwaltung vergibt Beiträge an Verbände und Körperschaften (Wirtschaft) und unterscheidet dabei zwischen dem Landesgesetz Nr. 4/1997 und dem Landesgesetz Nr. 79/1973.

Landesgesetz Nr. 4/1997, Art. 23/quater

Was wird gefördert?

Um das allgemeine Wachstum und die Produktivität der lokalen Wirtschaft zu steigern, kann das Land Beiträge an Institute, Körperschaften, Verbände und Organisationen für folgende Initiativen zugunsten der Wirtschaftsbereiche Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung gewähren:

  1. Studien, Erhebungen, Analysen und Entwicklungsprojekte;
  2. Organisation von und Teilnahme an Tagungen, Kongressen, Seminaren, Kursen und anderen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen;
  3. Organisation von und Teilnahme an Messen und Ausstellungen in der Region Trentino-Südtirol. Ausnahmsweise kann auch die Organisation von oder die Teilnahme an Veranstaltungen außerhalb der Region zugelassen werden, wenn sie in Absprache mit dem Sonderbetrieb IDM Südtirol/Alto Adige erfolgt oder von diesem als wichtig erachtet wird. Lokale Handwerksausstellungen und Wirtschaftsschauen müssen unter Einbeziehung mehrerer Gemeinden desselben Gebietes durchgeführt werden;
  4. Beratungen;
  5. Bildung von betrieblichen Kooperationen als Konsortium, Genossenschaft oder in anderer Rechtsform;
  6. weitere Initiativen zur Entwicklung von Unternehmen der jeweiligen Wirtschaftssektoren, Branchen oder Berufe.

Beitragsfähig im Rahmen der „De-minimis“-Regelung sind auch die internen Verwaltungskosten des Antragstellers bezogen auf die geförderte Initiative: im Höchstausmaß von 10% der zulässigen externen Kosten.

Wer wird gefördert?

Berufsverbände und deren Genossenschaften sowie Einrichtungen, Körperschaften und Organisationen, deren Tätigkeiten sich vorwiegend auf Südtirol auswirken, für Initiativen, die den Zielsetzungen des Artikels 23/quater des Landesgesetzes vom 13. Februar 1997, Nr. 4, entsprechen.

Von den Beiträgen ausgeschlossen sind Unternehmen, die den gemäß Artikel 1 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 und den gemäß Artikel 1 der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 ausgeschlossenen Bereichen angehören.

Zugangsvoraussetzungen

Die Beiträge werden entweder gemäß der Freistellungsverordnung (EU) Nr. 651/2014 oder als „De-minimis-Beihilfen“ gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gewährt.
Die Initiativen müssen sich an externe Nutznießer richten und nicht direkt an den Antragsteller.

Ausmaß der Beiträge:

  • bis zu 50% der zugelassenen Ausgaben für die Initiativen a), c) und d) als freigestellte Förderung;
  • bis zu 50% der zugelassenen Ausgaben für die Initiativen e) und f) als „De-minimis-Beihilfe“;
  • bis zu 50% der zugelassenen Ausgaben für die Initiativen b) als freigestellte Förderung und bis zu 40% der zugelassenen Ausgaben für die Initiativen b) als „De-minimis-Beihilfe“ sollte es sich um gesetzlich vorgeschriebene Initiativen handeln.

Initiativen sind nur mit einer Mindestinvestition von 2.000,00 Euro beitragsfähig!

Zulässige Ausgaben

  1. Für Studien, Erhebungen, Analysen und Entwicklungsprojekte laut Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a) sind folgende Ausgaben zulässig:
    1. Honorare für externe Beraterinnen und Berater.
  2. Für die Organisation von und die Teilnahme an Tagungen, Kongressen, Seminaren, Kursen und anderen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen laut Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b) sind folgende Ausgaben zulässig:
      1. Honorare für externe Referentinnen und Referenten bzw. Ausbilderinnen und Ausbilder, einschließlich Reisekosten,
      2. Aufwendungen für die Teilnahme, mit Ausnahme der Unterbringungskosten,
      3. Kosten für Beratungsdienste, die mit der Initiative zusammenhängen,
      4. Kosten für Programmunterlagen und Lehrmaterial,
      5. Reisekosten für Ausbildungsteilnehmende bis zu einem Höchstbetrag von 200,00 Euro für Initiativen, die in Italien oder in einem anderen europäischen Land stattfinden, und von 400,00 Euro für Initiativen, die in anderen Ländern stattfinden.
  3. Für die Organisation von und die Teilnahme an Messen und Ausstellungen laut Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c) sind folgende Ausgaben zulässig, wobei die Summe der zulässigen Ausgaben 150.000,00 Euro nicht überschreiten darf:
    1. Miete der Ausstellungsfläche,
    2. Miete, Auf- und Abbau, Gestaltung des Stands und des Standzubehörs,
    3. Kosten für das Standpersonal,
    4. Reinigung, Versicherung, Bewachung des Stands und des Standzubehörs.
  1. Für Beratungen laut Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe d) sind folgende Ausgaben zulässig:
    1. Honorare für externe Beraterinnen und Berater.
  1. Für die Bildung von betrieblichen Kooperationen als Konsortium, Genossenschaft oder in anderer Rechtsform laut Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe e) sind folgende Ausgaben zulässig:
    1. Gründungs- und Beratungskosten,
    2. Tutor- und Personalkosten, beschränkt auf die ersten drei Tätigkeitsjahre und auf 50.000,00 Euro Jahresausgabe,
    3. Verwaltungskosten, beschränkt auf die ersten drei Tätigkeitsjahre und auf 30.000,00 Euro Jahresausgabe.

Für die Initiativen laut Artikel 9 sind außerdem die auf die geförderte Initiative bezogenen internen Verwaltungskosten des Antragstellers beitragsfähig, und zwar im Höchstausmaß von 10 Prozent der zulässigen externen Kosten im Rahmen der De-minimis-Regelung. Die internen Verwaltungskosten müssen nicht belegt, jedoch im Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan angeführt werden.

Ist der Begünstigte nicht mehrwertsteuerpflichtig und die Mehrwertsteuer stellt einen Kostenfaktor dar, kann sie als beitragsfähige Ausgabe zugelassen werden.

Nicht zulässige Ausgaben

  1. Ausgaben für Mahlzeiten, Erfrischungen, Buffets, Geschenke oder Prämien jeder Art,
  2. Ausgaben für Initiativen mit rein gemeindlichem und lokalem, kulturellem oder sportlichem Charakter oder solche, die in Zusammenhang mit Volksfesten oder folkloristischen Veranstaltungen stehen, mit Ausnahme jener Initiativen, die Teil von umfangreichen Programmen oder Projekten für die Entwicklung oder die Aufwertung von Wohngebieten sind,
  3. Ausgaben für Beratungsleistungen, die fortlaufend oder in regelmäßigen Abständen in Anspruch genommen werden oder die zu den gewöhnlichen Betriebskosten des Unternehmens gehören, wie laufende Steuerberatung, regelmäßige Rechtsberatung oder Werbung.

Wo wird die Förderung beantragt?

Die Anträge müssen bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres und auf jeden Fall vor Durchführung der Initiative eingereicht werden. Pro Jahr können mehrere Anträge eingereicht werden.

Welche Unterlagen sind für die Förderung einzureichen?

Den Beitragsanträgen müssen folgende Unterlagen beigelegt werden:

  • Antragsformular (siehe: http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1013780#accept-cookies),
  • Kostenvoranschläge oder detaillierte Kostenaufstellung,
  • Beschreibung der Initiative, mit Angabe der Ziele, der Zeiten für die Umsetzung und die Ausstellung der entsprechenden Ausgabenbelege sowie der Auswirkungen und Folgen für die jeweiligen Unternehmen,
  • zeitlicher Ablaufplan der Initiativen, wenn sie sich über mehrere Jahre erstrecken,
  • Finanzierungsplan,
  • eventuelle De-Minimis-Erklärung,
  • eventuelle weitere vom zuständigen Landesamt angeforderte Unterlagen.

Landesgesetz Nr. 79/1973

Was wird gefördert?

Zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft und der Produktivität sowie zur Fortbildung und Spezialisierung in den Wirtschaftsbereichen Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung können Beiträge an Institute, Körperschaften, Verbände und Organisationen für folgende Initiativen gewährt werden:

  1. Studien, Erhebungen, Analysen und Entwicklungsprojekte, einschließlich Marketinginitiativen und Imagekampagnen, beschränkt auf die jeweiligen Wirtschaftssektoren, Branchen oder Berufe sowie auf Produkte oder geografische Gebiete von entsprechendem Interesse, ohne jegliche betriebliche Werbung;
  2. Initiativen zur Verbesserung der Technologien, Betriebsorganisation und Betriebsführung, zur Regelung der Betriebsnachfolge, zur Förderung der Ethik in der Wirtschaft, zur Qualitätssteigerung im Allgemeinen, zur Erhöhung des Umwelt- und Arbeitsschutzes und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz;
  3. Organisation von Tagungen, Kongressen und anderen Informationsveranstaltungen;
  4. Teilnahme an Berufswettbewerben;
  5. Organisation von Berufswettbewerben;
  6. weitere Initiativen zur Entwicklung der jeweiligen Wirtschaftssektoren, Branchen oder Berufe.

Zur Förderung der Innovation im Sektor Landwirtschaft sind die Initiativen laut den Ziffern 1), 2), 3) und 6) beitragsfähig.

Beitragsfähig sind auch die internen Verwaltungskosten des Antragstellers bezogen auf die geförderte Initiative: im Höchstausmaß von 10% der zulässigen externen Kosten.

Wer wird gefördert?

Berufsverbände und deren Genossenschaften sowie Einrichtungen, Körperschaften und Organisationen, deren Tätigkeiten sich vorwiegend auf Südtirol auswirken, für Initiativen, die den Zielsetzungen des Landesgesetzes vom 28. November 1973, Nr. 79, in geltender Fassung, und des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1998, Nr. 11, in geltender Fassung, entsprechen.

Zugangsvoraussetzungen

Die Beiträge werden unter der Bedingung gewährt, dass es keine staatlichen Beihilfen im Sinne von Artikel 107 Absatz 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) sind. Die Initiativen müssen darauf ausgerichtet sein, die Entwicklung der genannten Wirtschaftssektoren im Allgemeinen zu unterstützen und dürfen sich nicht an einzelne Unternehmen richten.

Ausmaß der Beiträge:

  • bis zu 70% der zugelassenen Ausgaben für die Initiative d) (Teilnahme an Berufswettbewerben) sowie für Initiativen laut Artikel 12 Absatz 1 Buchstaben a), b), c) und f), die innovativer Art sind;
  • bis zu 50% der zugelassenen Ausgaben für die restlichen Initiativen a), b), c), e) und f).

Initiativen sind nur mit einer Mindestinvestition von 2.000,00 Euro beitragsfähig! 

Zulässige Ausgaben

  1. Für Studien, Erhebungen, Analysen und Entwicklungsprojekte laut Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe a) sind folgende Ausgaben zulässig:
    1. Beratungshonorare,
    2. Übersetzungen,
    3. Informations- und PR-Material,
    4. Webseitengestaltung und -betreuung.
  1. Für Initiativen zur Verbesserung der Technologien, Betriebsorganisation und Betriebsführung, zur Regelung der Betriebsnachfolge, zur Förderung der Ethik in der Wirtschaft, zur Qualitätssteigerung im Allgemeinen, zur Erhöhung des Umwelt- und Arbeitsschutzes und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz laut Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe b) sind folgende Ausgaben beitragsfähig:
    1. Beratungshonorare,
    2. Übersetzungen,
    3. Informations- und PR-Material.
  1. Für die Organisation von Tagungen, Kongressen und anderen Informationsveranstaltungen laut Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe c) sind folgende Ausgaben beitragsfähig:
    1. Organisationskosten,
    2. Referentenhonorare,
    3. Miete für Räumlichkeiten und technische Ausstattung,
    4. Dolmetsch- und Übersetzungsdienste.
  1. Für die Teilnahme an Berufswettbewerben laut Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe d) sind folgende Ausgaben beitragsfähig:
    1. Teilnahmegebühren
    2. Kosten für Ausbilder und Ausbilderinnen der Wettbewerbsteilnehmenden, einschließlich Unterkunfts-, Verpflegungs- und Reisekosten. Zulässig sind Reisekosten bis zu einem Höchstbetrag von 200,00 Euro für Initiativen, die in Italien oder in einem anderen europäischen Land stattfinden, und von 400,00 Euro für Initiativen, die in anderen Ländern stattfinden,
    3. Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Reisekosten für die Wettbewerbsteilnehmenden. Zulässig sind Reisekosten bis zu einem Höchstbetrag von 200,00 Euro für Initiativen, die in Italien oder in einem anderen europäischen Land stattfinden, und von 400,00 Euro für Initiativen, die in anderen Ländern stattfinden,
    4. Werkzeug und Geräte, die für die Ausbildung der Wettbewerbsteilnehmenden verwendet werden,
    5. Kosten für Models.
  1. Für die Organisation von Berufswettbewerben laut Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe e) sind folgende Ausgaben beitragsfähig, wobei die Summe der zulässigen Ausgaben von 150.000,00 Euro nicht überschritten werden darf:
    1. Organisationskosten,
    2. Miete der Räumlichkeiten und Flächen,
    3. Miete, Auf- und Abbau, Gestaltung der Stände und des Standzubehörs,
    4. Kosten für das Standpersonal und für Models,
    5. Transport, Reinigung, Versicherung, Bewachung der Stände und des Standzubehörs,
    6. Kosten für Maßnahmen zur Verbraucherinformation und -bildung.

Für die Initiativen laut Artikel 12 sind außerdem die auf die geförderte Initiative bezogenen internen Verwaltungskosten des Antragstellers beitragsfähig, und zwar im Höchstausmaß von 10 der im Sinne dieses Abschnitts zulässigen externen Kosten.

Die internen Verwaltungskosten müssen nicht belegt, jedoch im Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan angeführt werden.

Ist der Begünstigte nicht mehrwertsteuerpflichtig und die Mehrwertsteuer stellt einen Kostenfaktor dar, kann sie als beitragsfähige Ausgabe zugelassen werden.

Nicht zulässige Ausgaben

  1. Ausgaben für Mahlzeiten, Erfrischungen, Buffets, Geschenke oder Prämien jeder Art,
  2. Ausgaben für Initiativen mit rein gemeindlichem und lokalem, kulturellem oder sportlichem Charakter oder solche, die in Zusammenhang mit Volksfesten oder folkloristischen Veranstaltungen stehen, mit Ausnahme jener Initiativen, die Teil von umfangreichen Programmen oder Projekten für die Entwicklung oder Aufwertung von Wohngebieten sind, und jener, die mehrere Wirtschaftsbereiche betreffen und einbeziehen.

Wie wird die Förderung beantragt?

Die Anträge müssen bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres und auf jeden Fall vor Durchführung der Initiative eingereicht werden. Pro Jahr können mehrere Anträge eingereicht werden.

Welche Unterlagen sind für die Förderung einzureichen?

Den Beitragsanträgen müssen folgende Unterlagen beigelegt werden:

  • Antragsformular (siehe: http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1013780#accept-cookies),
  • Kostenvoranschläge oder detaillierte Kostenaufstellung,
  • Beschreibung der Initiative, mit Angabe der Ziele, der Zeiten für die Umsetzung und die Ausstellung der entsprechenden Ausgabenbelege sowie der Auswirkungen und Folgen für die jeweiligen Unternehmen,
  • zeitlicher Ablaufplan der Initiativen, wenn sie sich über mehrere Jahre erstrecken,
  • Finanzierungsplan,
  • eventuelle weitere vom zuständigen Landesamt angeforderte Unterlagen.