Die Autonome Provinz Bozen gewährt Beiträge an einzelne Beschäftigte und Arbeitssuchende, die sich im In- und Ausland beruflich weiterbilden möchten. Zugelassen sind Weiterbildungsmaßnahmen, die auf die Verbesserung der beruflichen Kompetenzen abzielen und maximal 500 Unterrichtsstunden dauern.

Wer wird gefördert?

  • Personen mit privatrechtlichem Arbeitsvertrag, die ihre Arbeitsleistung in einem Betrieb in Südtirol erbringen.
  • Personen, die sich nachweislich auf Arbeitssuche befinden;
  • Personen, die nachweislich in die Lohnausgleichskasse oder Mobilitätsliste eingetragen sind.

Alle Antragsteller müssen in Südtirol ansässig sein.

Nicht zur Förderung zugelassen sind:

  • öffentliche Bedienstete,
  • Betriebsinhaber/Betriebsinhaberinnen oder Unternehmer/Unternehmerinnen,
  • Freiberufler/Freiberuflerinnen,
  • Präsidenten/Präsidentinnen von Genossenschaften sowie nicht fest angestellte Genossenschaftsmitglieder,
  • Personen, welche die oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllen,
  • Personen, welchen im selben Kalenderjahr bereits ein finanzieller Beitrag zugesprochen wurde, diesen jedoch ohne berechtigten Grund nicht in Anspruch genommen haben.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Weiterbildungsmaßnahmen im In- und Ausland mit einer Dauer von maximal 500 Unterrichtsstunden, die auf die Verbesserung der beruflichen Kompetenzen in folgenden Bereichen abzielen:

  • Gastgewerbe
  • Dienstleistung, Handel und Verwaltung
  • Industrie
  • Handwerk
  • Elektronik und Informatik
  • Soziales, Körperpflege und Wellness

Für die im Gesuch angegebene Weiterbildungsmaßnahme muss die Teilnahmegebühr mindestens 400,00 Euro (inkl. MwSt.) betragen, damit ein öffentlicher Beitrag gewährt werden kann.

Nicht zur Finanzierung zugelassen sind:

  • Einzelunterricht,
  • Distant Learning und e-Learning Kurse,
  • Sprachkurse und Kurse im Bereich Gesundheit,
  • Kurse zur Erlangung von Führerscheinen,
  • reguläre Schulausbildungen und Laureatsstudiengänge,
  • Kurse zum Nachholen einzelner Schuljahre bzw. Studientitel, die von privaten oder öffentlichen Schulen und Einrichtungen angeboten werden,
  • Weiterbildungsmaßnahmen, die bereits durch das Aus- und Weiterbildungsangebot der Landesberufs- und Fachschulen in Südtirol
    abgedeckt sind,
  • gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungswege (z.B. Lehre),
  • Weiterbildungsmaßnahmen, welche bereits direkt durch öffentliche Mittel co/finanziert werden.

Wie viel wird gefördert?

Jeder Person kann ein Gesamtbeitrag von maximal 3.000,00 Euro (inkl. MwSt.) innerhalb eines Kalenderjahres gewährt werden. Dabei kann dieser Höchstbetrag für eine oder auch mehrere Weiterbildungsmaßnahmen geltend gemacht werden, wobei es in jedem Fall erforderlich ist, pro Weiterbildungsmaßnahme ein Gesuch einzureichen.

Der öffentliche Beitrag beträgt maximal 70% der vorgesehenen Teilnahmegebühr. Bei Personen auf Arbeitssuche, in Mobilität oder Lohnausgleich können hingegen bis zu 80% der Kursgebühr abgedeckt werden. Dasselbe gilt für Anträge von Personen mit einer Behinderung oder psychischen Erkrankung.

Die finanzielle Förderung wird in Form eines individuellen Beitrages gegen Vorlage entsprechender Spesenbelege, welche auf den Antragsteller ausgestellt sein müssen, ausbezahlt. Der Beitrag wird als Einkommen angesehen und unterliegt als solcher der Besteuerung.

Wie wird der Antrag gestellt?

Das Ansuchen kann entweder im Papierformat oder online gestellt werden. Letzeres erfolgt mittels SPID oder einer aktivierten Bürgerkarte.

Notwendige Dokumente für den Online-Antrag (im PDF-Format):

  • Lebenslauf aktualisiert und datiert,
  • Detailprogramm zur Weiterbildungsmaßnahme (mit Stunden- und Wochenplan, Kursziel, Zielgruppe usw.).

Wenn Sie einen Online-Antrag um einen finanziellen Beitrag stellen, sollten Sie außerdem folgende Unterlagen/Informationen zur Hand haben:

  • Persönliche Daten,
  • Steuernummer,
  • Bankverbindung/IBAN,
  • Daten des evtl. Arbeitgebers,
  • Informationen zur Weiterbildungsmaßnahmen,
  • Informationen zum Kursveranstalter.

Zugang zum Online-Dienst oder dem Gesuchsformular im Papierformat: HIER KLICKEN

Wann muss der Antrag gestellt werden?

Für die Gewährung des Beitrages ist es in jedem Fall erforderlich, vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme ein entsprechendes Gesuch einzureichen.

WICHTIG: Die Rechnungsstellung des Kursveranstalters und die entsprechende Bezahlung der Kursgebühr darf erst nach der Einreichung des Beitragsgesuches erfolgen. Anderenfalls wird die gesamte Weiterbildungsmaßnahme von der Förderung ausgeschlossen.