Die europäische Regionalentwicklung nach 2020

Die Umsetzung der aktuellen EU-Förderperiode läuft auf Hochtouren, ebenso die Planungen für die für den Zeitraum 2021-2027. Der Fokus der EU-Investitionen in die regionale Entwicklung liegt dabei auf fünf Zielen:

  • Ein intelligenteres Europa durch Innovation, Digitalisierung, wirtschaftlichen Wandel sowie Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen.
  • Ein grüneres, CO2-freieres Europa, welches das Pariser Klimaabkommen umsetzt und in die Energiewende, in erneuerbare Energien und in den Kampf gegen den Klimawandel investiert.
  • Ein stärker vernetztes Europa mit strategischen Verkehrs- und Digitalnetzen.
  • Ein sozialeres Europa, welche die Europäische Säule sozialer Rechte umsetzt und hochwertige Arbeitsplätze, Bildung, Kompetenzen, soziale Inklusion und Gleichheit beim Zugang zur medizinischen Versorgung fördert.
  • Ein bürgernäheres Europa durch die Unterstützung lokaler Entwicklungsstrategien und nachhaltiger Stadtentwicklung in der gesamten EU

Die europäische Kohäsionspolitik wird auch in Zukunft in alle Regionen investieren, wobei ein bedarfsgerechterer Ansatz zum Tragen kommen soll. Zwar beruht das Verfahren zur Mittelzuweisung weiterhin größtenteils auf dem Pro-Kopf-BIP der Mitgliedsstaaten, hinzukommen aber neue Kriterien wie die Jugendarbeitslosigkeit, der Klimawandel sowie die Aufnahme und Integration von Migranten. Auf diese Weise soll die Wirklichkeit vor Ort besser abgebildet werden, wobei die Gebiete in äußerster Randlage auch zukünftig in den Genuss spezieller EU-Förderungen kommen werden. Lokale Entwicklungsstrategien werden weiterhin unterstützt und lokale Behörden befähigt, die Gelder zu verwalten.

Vereinfachung: Weniger, dafür klarere Regeln

Die EU-Kommission hat bereits 80 Vereinfachungsmaßnahmen für die Kohäsionspolitik 2021-2027 definiert: Für Unternehmen, die beispielsweise EU-Förderungen erhalten, bietet der neue Rahmen vereinfachte Verfahren zur Beantragung von Zahlungen mit weniger Verwaltungsaufwand. Die Kommission schlägt außerdem vor, die Kontrollen bei erfolgreichen Programmen zu lockern und sich stattdessen stärker auf nationale Systeme zu verlassen. Mehrfachkontrollen sollen vermieden werden.

Wir sind gespannt, ob die Vorgaben der EU-Kommission für die neue Förderperiode tatsächlich der Tatsache Rechnung tragen, dass in der laufenden Förderperiode Projektträger und Verwaltungsbehörden beinahe am bürokratischen Aufwand in der Umsetzung der EU-Förderperiode scheitern.

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Quelle: http://ec.europa.eu/regional_policy/de/2021_2027/