Der Bonus für reguläre Neuinvestitionen wie auch im Bereich von Industrie 4.0 sind keine Förderungen im eigentlichen Sinne sondern als Steuerbegünstigungen zu betrachten.

Höherer Investitionsbonus für 2021

Laut derzeitigem Entwurf sieht das Haushaltsgesetz 2021 eine Erweiterung der Investitionsförderung vor und zwar in Form von zeitlicher Verlängerung, Erhöhung des Bonus und Verkürzung der Verrechnungsdauer. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Förderungen im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr um Steuerbegünstigungen auf Grundlage des so genannten Superbonus und der Hyperabschreibung.

Neuerungen für Investitionen ab 16. November 2020

Die Förderung wird weiterhin als Steuerbonus bzw. als Absetzbetrag angewendet, der mit einem bestimmten Prozentsatz von den Anschaffungskosten berechnet und auf mehrere Jahre aufgeteilt wird.

Bei normalen Investitionen wird der Steuerbonus bis Ende 2022 verlängert und von 6% auf 10% erhöht. Für Investitionen betreffend die Organisation von Homeoffice (z. B. Sachanlagen oder Software) erhöht sich der Bonus auf 15%. Für die im Jahr 2022 durchgeführten Investitionen wird der Bonus wieder auf 6% herabgesetzt.

Für Investitionen im Bereich Industrie 4.0 (intelligente oder digitale Maschinen und Geräte) wird der Steuerbonus degressiv angewandt und im Jahr 2021 um jeweils 10 Prozentpunkte erhöht:

  • 50% für Investitionen bis zu 2,5 Mio. Euro;
  • 30% für Investitionen > 2,5 Mio. Euro und < 10 Mio. Euro;
  • 10% für Investitionen > 10 Mio. Euro und < 20 Mio. Euro.

Für immaterielle Investitionen wird der Steuerbonus von 15% auf 20% erhöht und die Obergrenze für Investitionen von 700.000 Euro auf 1 Mio. Euro angehoben.

Eine weitere Neuerung ist die Verkürzung der Verrechnungsdauer. So kann der entsprechende Absetzbetrag für getätigte Investitionen auf 3 Jahre aufgeteilt und bereits ab dem Jahr der Investition beansprucht werden. Dadurch kann die Verrechnung früher und über einen kürzeren Zeitraum erfolgen. Freiberufler*innen und Kleinunternehmen mit Umsatzerlösen bis zu 5 Mio. Euro können die Verrechnung sogar als einmaligen Betrag im Anschaffungsjahr durchführen.

Wo informiere ich mich?

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um einen ersten Entwurf des Haushaltsgesetztes 2021 handelt. Daher empfehlen wir, sich beim eigenen Wirtschafts- und Steuerberater über die effektiven Regelungen und Anwendbarkeit zu informieren.