EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung 2021-2027

Der Struktur- und Investitionsfonds der Europäischen Union ist ein Fond, mit dessen Mitteln die regionalen Strukturunterschiede in der EU ausgeglichen werden sollen. Mit dem Fördertopf wird der wirtschaftliche, soziale und geografische Zusammenhalt gefördert. So wie in vielen Regionen Europas wurde der EFRE-Fonds auch in Südtirol für die Jahre 2014-2020 bewilligt, um Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen.

Die Förderperiode 2021-2027

Für die Förderperiode 2021 sollen-nach aktuellem Stand-insgesamt 226 Milliarden Euro für den EFRE eingeplant werden. Für Deutschland ist eine um 20 Prozent verringerte Förderung zu erwarten. Ein Faktum, das sich mit der sehr positiven, wirtschaftlichen Lage in Deutschland begründet. Ein Motiv für die Kürzungen des Fonds liegt in den voraussichtlich fehlenden Mittel Großbritanniens durch den Brexit. Details und tatsächliche Kürzungen sind aber noch nicht klar.

Für die Förderperiode ab 2021 hat die EU-Kommission folgende Ziele formuliert:

  1. Europa soll intelligenter werden durch innovative Digitalisierung und einen Wirtschaftswandel, der vor allem die Förderung von KMUs vorsieht.
  2. Europa soll grüner werden durch erneuerbare Energien und den Kampf gegen den Klimawandel.
  3. Europa soll gestärkt werden durch den Ausbau von Verkehrsnetzen und Digitalnetzen.
  4. Europa soll sozialer werden durch qualitativ hochwertige Arbeitsplätze und Bildung sowie eine bessere medizinische Versorgung garantieren.
  5. Die Städte in Europa sollen nachhaltig entwickelt werden.

Die allgemeinen Ziele des EFRE- Fonds

Allgemein soll der Europäische Fonds für Regionalentwicklung den Ausgleich des Ungleichgewichts zwischen den Regionen in Europa unterstützen. Die Regionalentwicklung soll sich auf die digitale Entwicklung, die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen und den Klimaschutz in der Wirtschaft beziehen. Die Mittel werden in jedem Jahr nach Priorität verteilt. 60 Prozent der Mittel werden auf Übergangsregionen verteilt, die anderen Mittel fließen in schwach entwickelte Regionen. Die Mittel für eine CO2-arme Wirtschaft werden zu 20 Prozent besonders entwickelten Regionen zugestanden während 15 Prozent in die Übergangsregionen und 12 Prozent in weniger entwickelte Regionen fließen.

Eine wichtige Rolle in der der Zuweisung der EU-Fördermittel spielen die geografischen Auswahlkriterien. Besondere Berücksichtigung finden die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Probleme. Benachteiligte Regionen erhalten einen Sonderstatus bei der Förderung und werden besonders unterstützt.

Auch Randregionen der EU werden gefördert. Damit unterstützt der Fond ärmere Regionen, die besonders unter Strukturproblemen leiden. Es sollen so vorwiegend neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die Infrastruktur erweitert und technische Unterstützungsprozesse organisiert werden.

Auch Förderungen werden für Unternehmen und für öffentliche Betriebe und Verwaltungen gewährt der EFRE-Fonds und gleichzeitig wird mit dem Fördertopf auch die regionale Kommunikation ausgebaut und unterstützt.

Ziele im Bereich Digitalisierung und Umweltschutz

Die Digitalisierung wird in der nächsten EU-Förderperiode besonders großgeschrieben, auch in EFRE. Zur Erhöhung der Durchlässigkeit und der verbesserten Nutzung von Informations- und Kommunikationsmitteln und zur Verbreitung des Ultrabreitbandnetzes sollen die Fördermittel im Rahmen der Digitalen Agenda für Europa eingesetzt werden. Das umfasst auch die digitalisierten Verwaltungsprozesse und die Verbreitung interoperabler Dienstleistungen im digitalen Bereich.

Im Bereich Umweltschutz setzt der Europäische Fond auf Nachhaltigkeit und eine Verringerung der CO2-Emissionen in der Wirtschaft. Ein weiterer Aspekt ist die Reduzierung des Energieverbrauchs im Bereich öffentliche Gebäude und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Aktuell läuft die die Auswertung der Strukturfondsmaßnahmen für die Förderperiode 2014-2020. Eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Planungsprozesse der kommenden Jahre.