Vor kurzem hat die Handelskammer Bozen die Liste der genehmigten Beitragsempfänger für Beratungen, Weiterbildung und Investitionen zur Digitalisierung 2019 veröffentlicht – wie geht es nun weiter?

Worum geht es?

Im Zeitraum vom 10. April bis 15. Juli 2019 konnten KKMU (Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen) aus Südtirol Anträge bei der Handelskammer Bozen zur Genehmigung eines Beitrages für Beratungen, Weiterbildung und Investitionen zur Digitalisierung einreichen. Nachdem vor wenigen die Liste der genehmigten Beitragsempfänger veröffentlicht wurde, beschreiben wir nachfolgend, was die Begünstigten berücksichtigen müssen, um den zugesprochenen Beitrag zu erhalten.

Woher weiß ich, dass mein Ansuchen genehmigt wurde?

All jene, die unter den genehmigten Beitragsempfänger gelistet sind (Liste der genehmigten Beiträge), haben ein offizielles Schreiben von Seiten der Handelskammer Bozen über die Beitragszusage erhalten. In diesem Schreiben werden die zur Förderung der zugelassenen Kosten sowie der gewährte Beitrag (maximal 50% und 10.000 Euro) bekannt gegeben. Wurden dem Begünstigten beispielsweise 8.000 Euro anerkannter Kosten zugesprochen, so beträgt der Beitrag bei einem Fördersatz von 50 Prozent rund 4.000 Euro.

Wie wird der Beitrag ausbezahlt?

Damit der Beitrag ausbezahlt werden kann, muss der Begünstigte innerhalb 15. November 2019, 16:30 Uhr ODER 10. Februar 2020, 16:30 Uhr die Endabrechnung mittels PEC an die Handelskammer contracts@bz.legalmail.camcom.it übermitteln.

Was muss ich bei der Einreichung der Abrechnung beachten?

Der Abrechnung müssen folgende Unterlagen beigelegt werden:

  • Antrag auf Auszahlung, einschließlich der Ersatzerklärung des Notorietätsaktes gemäß Art. 47 DPR 445/2000, digital unterschrieben vom Inhaber/gesetzlichen Vertreter des Unternehmens oder vom Bevollmächtigten, in welcher alle Rechnungen und sonstigen Ausgabendokumente aufgeführt sind, die sich auf die durchgeführten Tätigkeiten und/oder Ausgaben beziehen, unter Angabe aller Daten zu deren Feststellung und womit bestätigt wird, dass die Kopien der Ausgabendokumente mit dem Original gleichlautend sind, unter ausschließlicher Verwendung des bereitgestellten Vordrucks;
  • Kopie der ordnungsgemäß quittierten Rechnungen und sonstigen Ausgabendokumente:
    Im Falle des oben genannten Beispieles muss der Begünstigte eine Rechnung oder mehrere mit einer Steuergrundlage von mindestens 8.000 Euro einreichen, um den Beitrag in Höhe von 4.000 Euro zu erhalten.
  • Kopie der ausschließlich mittels nachprüfbarer Banktransaktionen durchgeführten Zahlungen (Bankquittung, Scheck, Überweisung usw.);
  • der Plan für die digitale Unternehmensinnovation, digital unterzeichnet vom gesetzlichen Vertreter des Unternehmens, welcher folgende Fragen beantworten muss:
    • Zu welchen Technologien wurde die Beratung durchgeführt?
    • War die Beratung hilfreich um die Digitalisierung Ihres Unternehmens voranzutreiben?
    • Welche Maßnahmen Industrie 4.0 planen Sie in den nächsten drei Jahren umzusetzen?
    • Welche Technologien sollen dabei zum Einsatz kommen?
  • Report zum Self-Assessment der digitalen Reife Selfi4.0

Kann ich etwas falsch machen?

Ja, in der Tat. Zum einen hat die mangelnde Übermittlung der Endabrechnung innerhalb der oben genannten Fälligkeiten den Verfall des gewährten Beitrages zur Folge.

Zum anderen muss bei der Rechnungslegung und dem Verfassen des Berichtes darauf Acht gegeben werden, dass sich die Tätigkeiten ausschließlich auf die genehmigten Beratungen, Weiterbildungen und Investitionen beziehen dürfen. Dies muss auch ausdrücklich aus der vorgenannten Dokumentation zur Endabrechnung hervorgehen.

Wir empfehlen:

  • Den Einreichtermin einen Monat vor Fälligkeit mit Erinnerungsfunktion im Kalender vermerken!
  • Vor dem Einreichen der Abrechnung am besten nochmal die Antragsunterlagen studieren, damit Ausgabenbelege und Berichte gleich von vorn herein richtig ausgestellt werden können!